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Wie du deine Social Media Kanäle brandest

Wie du deine Social Media Kanäle brandest

Hand aufs Herz: Erkennen Leute, die dich noch nicht kennen, auf den ersten Blick, dass dein Twitter-Account und dein Instagram-Profil zu dir gehören? Wenn nicht, hilft dir vielleicht dieser Beitrag über Social Media Branding weiter, denn um eine einheitliche, zusammenhängende Online-Präsenz zu erschaffen, solltest du deine Social Outlets unbedingt branden.

Deine Social Media Kanäle sind nämlich für den digitalen Markenaufbau besonders wichtig. Nachdem deine Social Media Kanäle mit deiner Website bzw. deinem Blog verbunden sind und umgekehrt, sollte das Branding einheitlich und klar sein. Durch ein konsistentes Branding sind all deine Outlets auf den ersten Blick als zu zusammengehörig erkennbar.

Keine Sorge: Du musst nicht alles gleich von Beginn an perfekt gestalten. Auch ich probiere manches aus, bis ich zufrieden bin, schreibe die Texte um, teste ein anderes Titelbild usw. Probiere ruhig ein bisschen herum, bis du mit all deinen Social Media Outlets zufrieden bist. Du musst auch kein Designer sein, um deine Social Media Outlets zu branden, aber es hilft definitiv, wenn du dich vorab mit dem Branding deines Business bereits beschäftigt hast: Logo, Farbpalette, Schriften (Fonts) und eventuell auch Stilelemente sollten schon vorhanden sein.

 

Zu deinem Social Media Branding gehören:

  • Social Media Design mit den Bildwelten, Farben, Schriften, Stilelementen und mehr
  • Social Media Bios, abgestimmt auf jeden einzelnen Kanal und gespickt mit deinen Keywords

 

Social Media Design

Schauen wir uns das für die einzelnen Social Media Kanäle an.

 

Facebook

Auf Facebook hast du ein Profilbild (das kleine Bild links) und ein Titelbild (das zentrale Bild).

Profilbild: Nimm hier das gleiche Bild, das du für alle deine sozialen Netzwerke und auf deiner Website oder deinem Blog verwendest. Es kann ein Bild sein von dir, einem Produkt oder deinem Logo sein, abhängig von deinem Unternehmen. Als Selbständige oder als Einzelunternehmerin bietet es sich an, ein Bild von dir selbst zu verwenden. Achte darauf ein Bild zu wählen, das auch noch dann gut aussieht, wenn es verkleinert wird – es wird nämlich im Miniformat bei all deinen Beiträgen zu sehen sein. Die Größe beträgt 160×160.

Titelbild: Das Titelbild (Cover) soll deine Marke repräsentieren, daher sollte es deine Farben und Schriftarten und beinhalten. Die Größe sollte 828×315 sein. Beachte, dass dein Titelbild auf unterschiedlichen Geräten wie Desktop, Tablet und Smartphone unterschiedlich dargestellt werden könnte. Die wichtigsten Bildelemente oder Text sollte daher eher mittig platziert sein, damit sichergestellt ist, dass keine wesentlichen Informationen verloren gehen.

Blogposts: Wenn du deine eigenen Blogposts als Bild mit Link teilst, verwende dasselbe Bild wie das Titelbild deines Blogposts oder andere optisch eindeutig dazu passende Bilder.

Zitatbilder: Wenn du aus Zitaten Grafiken für Facebook bastelst, solltest du ebenfalls deine Farben, Schriften und Stilelemente verwenden.

 

Twitter

Auf Twitter hast du ebenfalls ein Profilbild und einen Header.

Profilbild: Nimm hier dein Profilbild, dass du auch überall sonst verwendest. Dein Bild wird quadratisch zurechtgeschnitten.

Header: Der Header ist auf Twitter relativ groß, er beträgt 1500×500 Pixel. Am besten schneidest du dein Header-Bild vorab möglichst passend zu. Wenn du das nicht machst, gibt Twitter dir einen Ausschnitt vor, den du nur wenig in der Position und in der Größe verändern kannst. Auf dem Header kannst du ein Produkt promoten, oder auch einen Handlungsaufruf setzen, etwa sich für deinen Newsletter anzumelden – du musst das aber nicht tun.

Designfarbe: Auf Twitter kannst du in deinen Profil-Einstellungen auch deine Designfarbe ändern. Wähle deine Hauptfarbe oder eine andere Farbe, die zu deinem Design passt. Wenn du deinen Color Code nicht kennst, kannst du den Hex Code zum Beispiel auch mit dem Color Chart and Picker herausfinden.

Blogbeiträge: Blogbeiträge kannst du auf Twitter nicht nur über Links teilen, sondern kannst sie auch über ein Bild promoten und den Link samt Text in den Tweet setzen. Die optimale Bildgröße ist 880×440.

Zitatbilder: Auch auf Twitter kannst du Zitatbilder posten und dabei ebenfalls deine Farben, Schriften und Stilelemente verwenden. Die optimale Bildgröße ist ebenfalls 880×440.

 

Pinterest

Auf Pinterest hast du nur ein Profilbild und keinen Header. Stattdessen kannst du verschiedene thematisch sortierte Boards (Pinnwände) erstellen, die ebenfalls Cover-Bilder benötigen.

Profilbild: As always – nimm dein immer gleiches Profilbild (165×165).

Board-Cover: Board-Cover geben deinem Pinterest-Profil eine übersichtliche Struktur und geben in Schlagwörtern wieder, worum es im jeweiligen Board geht. Alle Coverbilder sollten einheitlich oder zumindest in einem zusammenhängenden Stil gestaltet sein. Wichtig: Du musst die ausgewählte Grafik in die entsprechende Pinnwand hochladen und kannst sie dann als Cover definieren. Es gibt keine eigene Funktion dafür, ein Cover-Bild hochzuladen. Die richtige Größe: 800×800 Pixel.

Pins: Pins sind die Grafiken, die du als Lesezeichen zu deinem Blog oder deine Website einsetzt. Du kannst sie auf deinen Blog laden, damit jeder sie zu seinen eigenen Pinterest-Boards hinzufügen kann, oder du ladest sie direkt auf Pinterest hoch. Auch die Pins sollten nach einem zu deinem Branding passenden einheitlichen Schema gestaltet sein. Die optimale Größe ist 600 x 900 Pixel (Verhältnis 2:3), jedoch nicht kleiner als 600×600 Pixel. Vergiss nicht jeden Pin mit deinem Logo oder einem Link zu deiner Website oder deinem Blog zu branden.

 

Instagram

Instagram solltest du als dein kreatives Outlet betrachten, wo du den Look and Feel deiner Marke zeigen kannst. Hier kannst du dich kreativ austoben, solange du dir ein Konzept für deinen Feed überlegt hast, sodass dein Feed immer harmonisch ist.

Profilbild: Nimm wieder dein übliches Profilbild. Ich finde es aber auch interessant, wenn du auf Instagram dein Profilbild etwas anpasst und mit einer eigenen Ästhetik versiehst. Es sollte jedenfalls als dein Profil erkennbar sein.

Bilder: Die Bilder auf Instagram sind standardmäßig quadratisch (1080 x 1080), aber können auch bis zu 1350 Pixel hoch sein. Du kannst Bilder teilen, aber auch Zitatbilder, Boomerangs, Bildersammlungen oder kurze Videos.

Feed: Dein Feed besteht aus Bilderreihen zu je 3 Kacheln. Hier kannst du dich ausprobieren, aber zwei Dinge spielen meiner Meinung nach eine wichtige Rolle: Erstens: Der Feed als Ganzes (vor allem die ersten 9 Kacheln) sollte einem ästhetischen Konzept folgen, harmonisch sein und insgesamt konsistent einem Thema zugeordnet sein. Zweitens: Dein Feed sollte deine Brand widerspiegeln, zu deiner Bildsprache und deinem Stil passen.

 

Brande deine Grafiken

Dein Branding solltest du auf allen Plattformen konsistent gestalten und dazu brauchst du auch gebrandete Grafiken, die sich von den Bildern deiner Mitbewerber abheben.

Überlege dir:

  • Verwendest du eigene Bilder, Stockphotos, Grafiken oder eine Mischung daraus?
  • Wie erstellst du selbst Grafiken (z.B. Photoshop, Illustrator, Canva, oder Apps wie VSCO oder Snapseed) oder kaust du dir welche zu?
  • Welchen Stil sollen deine Grafiken und Bilder haben?
  • Welches Farbschema benutzt du, welche Filter verwendest du dafür? (passend zu deinem Branding)
  • Welche Schriften verwendest du?
  • Wie stellst du sicher, die richtige Größe zu verwenden (z.B. über die Designvorlagen im kostenlosen Tool Canva)
  • Welches ist dein Profilfoto, das du für alle Plattformen verwendest?
  • Welches ist dein Titelbild (bei Facebook, Twitter, aber auch Google+, LinkedIn, YouTube), das du in unterschiedlichen Bildformaten für alle Plattformen verwendest?

Am besten du erstellst dir Grafik-Templates für jeden Social Media Kanal. Mit solchen Vorlagen kannst du schnell neue Grafiken anpassen und musst nicht wieder das Rad neu erfinden. Wenn du dann einen Blogbeitrag in einen Pin verwandelst nutzt du einfach deine Vorlage und hast blitzschnell einen neuen Pin gestaltet.

 

Social Media Bios

Kommen wir nun zu deinen Social Media Biographien, kurz Bios. Wer auf deine Social-Profile klickt, sollte auf den ersten Blick erkennen, wer du bist und wofür deine Marke steht. Deine Kurzbeschreibung über dich sollte in wenigen Worten die Frage beantworten, was jemand davon hat, wenn er dir folgt. 

Deine Bio sollte auf den diversen Socials ähnlich gestaltet sein und die gleiche Kernaussage enthalten, wobei du jedoch auf kanalspezifische Besonderheiten Rücksicht nimmst – dazu kommen wir gleich. Achte auch darauf, dass dein Profilname auf allen Socials einheitlich oder zumindest logisch herleitbar ist.

In deinem Personal Branding hast du wahrscheinlich bereits Keywords definiert, die dich und deine Tätigkeit beschreiben. Diese Keywords solltest du in deinen jeweiligen Bios integrieren, damit du auch über die Suchfunktion gefunden werden kannst.

Achte unbedingt auch darauf, dass deine Bios immer aktuell gehalten werden.

Schauen wir uns das pro Kanal an:

 

Facebook

Auf Facebook-Seiten gibt es keine Bio im eigentlichen Sinn, sehr wohl aber den Bereich Info. Dort kannst du alle möglichen Daten und Informationen hinterlegen. Unter dem Menüpunkt “Info” hast du Platz, dein Business oder deinen Blog in ein paar knackigen Sätzen zu beschreiben. Unter “Persönliche Informationen” solltest du ein paar persönliche Worte finden. Fülle diese Rubrik mit Leben, du machst dich damit nahbarer. Seit kurzem gibt es auf Facebook-Seiten auch die Möglichkeit, eine Story für deine Seite zu schreiben. Hier kannst du etwas umfangreicher erzählen, was es mit deinem Business auf sich hat. Vergiss nicht, auf deiner Facebook-Seite auch zu deinem Impressum zu verlinken.

 

Twitter

Auf Twitter musst du in 160 Zeichen klar machen, wofür du stehst. Was macht deinen Account besonders? Nutze auch Hashtags für deine Keywords. Du kannst in deine Twitter Bio auch einfügen, worüber du tweetest, damit sich deine (zukünftigen) Follower darauf einstellen können. Zusätzlich hast du noch Platz für einen Link (Impressum), deinen Standort und dein Geburtsdatum, wenn du das möchtest.

 

Pinterest

Auf Pinterest hast du ebenfalls nur 160 Zeichen um zu erklären, wer du bist und wofür du gefunden werden möchtest. Auch eine kurze Handlungsaufforderung kannst du in deine Bio integrieren. Du hast nur einen klickbaren Link zur Verfügung, der zu deinem Impressum führen sollte.

 

Instagram

In deiner Instagram-Bio solltest du klarstellen, wie du anderen helfen kannst. In der Headline (in fett) gehören deine wichtigsten Keywords, unter denen du gefunden werden willst, und die dein Business beschreiben. Im Text erzählst du auf den Punkt gebracht, was du tust oder warum man dir folgen sollte. Ganz wichtig bei Instagram-Bios: Nutze am Schluss einen Call-to-Action, den du mit deinem Link verbindest. Das kann etwa sein “Lies meinen neuen Blogpost”, “Lade dir mein Freebie” herunter etc. 

 

Noch ein Tipp, um deine Bios zu bearbeiten: Nutze zum Formatieren sowohl deinen Desktop, als auch deine Smartphone-App. Auf Twitter kannst du zum Beispiel nur am Desktop einen Link in den Text einfügen (neben dem Standard-Link), am Smartphone geht das nicht. 

 

Viel Spaß beim Branden deiner Social Media Kanäle! Wenn du Fragen hast, stell sie mir gerne über die Kommentare oder schreib mich gerne an.

 

 

Social Media Kanäle branden

 

Foto: Unsplash.com 

 

 

 

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2 Comments

  • Reply
    Maria
    13. Januar 2018 at 23:13

    Danke! Sehr gut strukturierte Schritt-für-Schritt-Anleitung als Antwort auf die Frage: Wie pack mas denn an?!

  • Reply
    Sylvia
    14. Januar 2018 at 13:39

    Vielen Dank, liebe Maria! Ich freu mich, wenn der Artikel helfen kann.
    Liebe Grüße, Sylvia

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