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Facebook 2018: Hilfe, was kann ich posten?

Facebook Content 2018
Facebook gehört für die meisten Unternehmer und Solopreneure zu ihrer Content-Strategie. Nun hat aber Facebook vor ein paar Tagen angekündigt, 2018 massive Änderungen an seinem Algorithmus vorzunehmen. Wenn du eine Facebook-Seite hast und nicht nur ein privates Profil, dann lass uns kurz zusammen anschauen, wie du deine Strategie auf Facebook aufbauen bzw. abändern könntest, damit sich Facebook für dich noch lohnt. In diesem Post teile ich außerdem ein paar Content Ideen mit dir, die du als Einzelkämpferin nutzen kannst.
 
Facebook wird wohl die von vielen Unternehmen und Publishern befürchteten Änderungen am Algorithmus in den nächsten Wochen und Monaten ausrollen. Geplant ist, die organische Reichweite von Facebook-Seiten zugunsten von mehr Beiträgen von Freunden und Familie (und Werbung) einzuschränken. Beiträge von Facebook-Seiten dürften in naher Zukunft nur noch eine Chance darauf haben, in den Feeds ihrer Fans aufzutauchen, wenn ihre Inhalte viele “bedeutungsvolle” Interaktionen hervorrufen. 
 
Viele Facebook-Experten raten derzeit zur Besonnenheit: Facebook wird sich zwar ändern, aber es ist kein Grund zur Panik. Eines ist klar:  Es  wird wichtiger, Facebook als Dialoginstrument mit der eigenen Community zu sehen und nicht als Plattform, auf der einseitig Content eingestellt wird, ohne Rücksicht auf die Interessen der Fans. Fortan sollte also dein Ziel sein: Mehr Interaktionen, wenn du schon eine geringere Reichweite bekommst!
 

Deine Facebook-Content-Strategie muss sich 2018 eventuell ändern

Was ändert sich durch das Update 2018 auf Facebook:
 
  1. Facebook will künftig mehr Interaktionen zwischen Menschen, bedeutet konkret: Unterhaltungen, Diskussionen, Kommentare
  2. Die Reichweite von Facebook-Seiten (Unternehmen, Publisher) wird daher – grundsätzlich – noch weiter sinken, Inhalte von Freunden und Familie dagegen bevorzugt
  3. Ausgespielt werden wohl nur noch Inhalte, die bedeutungsvolle Interaktionen hervorrufen – diese wollen wir also erzielen. Laut Facebooks Head of Newsfeed Adam Mosseri wird es so sein, dass Kommentare, vor allem lange Kommentare, als bedeutend anerkannt werden, die Popularität der Posts also die Zahl der Likes dürfte dagegen weniger wichtig werden. Teilen von Content wird nun ebenfalls unwichtiger!
  4. Posts, die keine bzw. kaum Interaktionen hervorrufen, solltest du daher künftig vermeiden. Poste lieber weniger, dafür aber ausgewählte Sachen. Die Art des Posts (Text, Bild, Video, Link…) ist weniger wichtig, als die Reaktionen, die er hervorruft.
  5. Videos werden unwichtiger! Ganz einfach, weil es dort weniger Konversation gibt. Passives Schauen von Videos ohne Interaktion will Facebook nicht.
  6. Anders ist das mit Live Videos, diese erhalten 6 Mal mehr Interaktionen als normale Videos und werden daher von Facebook auch 2018 bevorzugt. Die Erstellung von Live Videos ist barrierearm und kann von jedem selbst ohne großes Equipment erstellt werden.
  7. Das Posten von Links wie etwa zu Blogposts wird künftig kaum reichen. Facebook darfst du nicht länger als Trafficbringer zu deinem Blog oder Websites betrachten. Besser ist es, sich einen genialen Aufhänger zu überlegen, der die Leser auf deine Seite zieht.
  8. Inhalte aus Gruppen werden ebenso wie die Posts von Freunden öfter ausgespielt. Was Mosseri dazu sagt, ist eigentlich eh logisch: Die Posts in Gruppen werden oft vielfach kommentiert, und somit als bedeutungsvoll eingestuft.
  9. Ultima Ratio (in meinen Augen): Bezahlte Posts. Es ist stark anzunehmen, dass die Kosten von Facebook-Ads steigen werden. Wenn du Anzeigen schaltest, solltest du daran denken, dass auch diese einen hohen inhaltlichen Mehrwert haben sollten, damit Leute daran hängen bleiben. 

 

Dein Ziel muss künftig noch stärker sein, in Gespräche zu kommen. Reichweite ist nicht (mehr) alles.
 
In meinem Fall weiß ich zum Beispiel, dass ich weniger Interaktionen bekomme, wenn ich Content von anderen Leuten teile und dass mein eigener Content viel besser angenommen wird. Solcher kurierter Content lohnt sich für mich nur, wenn das Ursprungs-Posting bereits sehr erfolgreich ist. Content Curation wird daher in meiner Facebook-Strategie ab sofort eine untergeordnete Rolle spielen. Das finde ich sehr schade, weil ich gerne gute Inhalte von anderen teile. Aber dafür gibt es auch andere Kanäle wie Twitter.

 

Analysiere die bisherige Performance deiner Posts

Der Blick in deine Seiten-Statistik ist Gold wert, wenn du deine Postings besser an deine Zielgruppe anpassen willst. Und das solltest du wollen, denn nur wenn deine Posts deinen Followern gefallen, werden sie ihnen auch in Zukunft ausgespielt. Eine weitere Möglichkeit, seine eigene Facebook-Seite zu analysieren ist über den Likealyzer. Dort kannst du deine – und im Prinzip jede Facebook-Seite – kostenlos und direkt scannen lassen und du bekommst auch Verbesserungsvorschläge geliefert. Ein weiteres populäres Tool ist Fanpagekarma. Hier kannst du deine Facebook-Seite sogar direkt mit anderen Seiten vergleichen und das kostenlos (in der Testversion).
Analysiere:
  • Welche deiner Posts performen bisher besonders gut und erhalten viele Interaktionen?
  • Was haben diese Posts gemeinsam? Ein Thema, eine besondere Art der Darstellung (Video, Foto, Fragen…)?
  • Welche Art von Posts wird nur einem geringen Teil deiner Follower ausgespielt?
  • Beobachte in den nächsten Monaten besonders gut, wie sich die Algorithmus-Änderung auf deine Performance auswirkt

Was bis jetzt schlecht funktioniert hat, lasst du ab sofort besser ganz weg! Ab sofort bemühst du dich darum, wirklich nur mehr Beiträge zu posten, die Interaktionen bekommen könnten.

 

Guter Content auf Facebook

Was ist überhaupt guter oder gut performender Content auf Facebook? Am wichtigsten für Erfolg auf Facebook ist es, die Spielregeln der Plattform zu kennen (siehe etwa diesen aktuellen Beitrag von Martin Giesler). Facebook-Content sollte individuell auf die Bedürfnisse deiner Fans zugeschnitten sein. Außerdem solltest du ihn regelmäßig optimieren. Darauf werden wir uns 2018 besonders konzentrieren, bis wir den neuen Algorithmus besser verstehen lernen und zu unserem Vorteil nutzen können.
Deine Content-Strategie auf Facebook sollte individuell auf dein Business und deine Community zugeschnitten sein, aber es gibt ein paar allgemeine Empfehlungen, welcher Content für Facebook-Seiten besser geeignet ist. Es gibt aber sicher kein magisches Erfolgsrezept, das man eins zu eins adaptieren kann. Auch Trial and Error fließen mit ein – nur nicht zu oft, denn mit jedem Error würde die Sichtbarkeit künftiger Posts weiter sinken.

Content, der auf Facebook gut funktioniert, sollte ein paar allgemeine Eigenschaften haben:

  • poste nur absolut nutzwertige Posts (“educate”, “inspire”, “entertain”, “socialize”, “emotionalize”) – was haben deine Fans davon? wie sollen sie damit interagieren?
  • das wichtigste Ziel sollte sein, möglichst viele sinnvolle Interaktionen zu bekommen, Diskussionen anzuregen (jedoch nicht durch Engagement-Baiting, siehe “schlechter Content”)
  • kurze Texte, die jedoch so knackig formuliert sind, dass User beim Scrollen daran hängenbleiben und in Interaktion treten (klicken, like, kommentieren, sharen)
  • ausgewogener Mix aus Bildern, Linkposts, Videos – verschiedene Contentformate im Wechsel
  • Live-Videos performen besonders gut und werden Fans unmittelbar ausgespielt, haben daher eine höhere Reichweite
  • Videos sollten nur nativ gepostet werden (direkt über Facebook hochgeladen statt als Link)
  • reine Text-Posts sparsam einsetzen, und wenn, dann ruhig mal einen längeren Text schreiben und genauer auf ein Thema eingehen
  • Hashtags vermeiden, nur bei speziellen Anlässen, etwa zu Events, verwenden, wenn man dazu gefunden werden will
  • Link-Posts performen weniger gut, stattdessen vielleicht mal ein Bild posten und den Link in den Post verpacken
  • mit Bildern arbeiten, denn gerade auf Social Media sind wir visuell orientiert
  • achte bei deinen Texten vor allem auf die ersten paar Wörter – sie müssen transportieren, worum es geht. Sind sie nicht catchy genug, werden deine Follower schnell weiterscrollen.
  • stelle immer wieder aktiv Fragen, um deine Community zum Interagieren zu bewegen – das wird mit dem Update 2018 noch wichtiger!
  • finde die richtigen Worte für deine Zielgruppe, passe deine Sprache an, aber verstell dich nicht
  • erkläre viel in deinen Posts
  • poste weniger, dafür besseren Content: besser 1-2 richtig gute Posts pro Woche, die oft kommentiert werden, statt jeden Tag ein Post, den kein Mensch interessiert.

Wie gesagt solltest du aber austesten, was bei deiner eigenen Community gut funktioniert. Vielleicht schaut ja bei dir keiner bei deinen Live-Videos zu, dafür warten alle auf deine langen Textergüsse?

 

Schlechter Content auf Facebook

Dazu wird man wohl nie auslernen, aber einige Dinge, die du unbedingt vermeiden solltest, kann ich dir schon verraten:

  • Facebook-Posts, die nur “verkaufen” statt Mehrwert zu liefern
  • „Hallo, mein neuer Blogpost ist online…“ – wie langweilig! Schreibe lieber einen spannenden Teaser. 
  • Rabatte, Aktionen, platte Werbung in jedem zweiten Post – setze Posts mit werbendem Inhalt sehr sparsam ein 
  • werbliche Sprache generell vermeiden – achte darauf, auf Augenhöhe und persönlich mit deinen Fans zu sprechen und versuch nicht, ihnen deine Angebote aufs Auge zu drücken
  • nur über sich selbst sprechen, nie Content von anderen teilen (Content, der deinen Fans auch nützt und beliebt ist)
  • Hashtag-Spam – verwechsle Facebook nicht mit Instagram
  • keine Interaktion mit deinen Fans, keine Reaktion auf ihre Kommentare – das wirft ein schlechtes Bild auf dich und zeigt, dass dir die Meinung deiner Fans egal ist. Baue eine Beziehung mit deinen Fans auf!
  • negative Stimmung und Hasspostings verbreiten – versteht sich eh von selbst
  • automatisiertes Posten deiner Blogbeiträge auf Facebook, ohne den Text individuell auf Facebook zuzuschneiden und einen Call-to-action einzubauen 
  • Engagement Baiting (Aufrufe zu sinnlosen Interaktionen wie Freunde markieren, Beiträge teilen… ) – mag niemand und wird von Facebook nun auch abgestraft

 

11 Facebook Ideen für 2018

Was kannst du also als Unternehmerin oder Solopreneurin posten? Ich habe einige generische Themen für dich gesammelt, die du auch für dich abwandeln könntest. Nicht jede Idee passt zu jedem. Schau dir bezogen auf dein Business an, was du davon für dich ummünzen könntest.

 

Top 3 Ideen

 

Idee #1: Biete deinen Fans originäre, mitreißende Inhalte

Nutze Facebook, damit deine Fans Vertrauen zu dir aufbauen können. Gib auf Facebook besondere Tipps und Tricks preis, die du sonst nirgends teilst. Sei erfinderisch! Wenn du Blogposts promoten willst, dann überleg dir einen Aufhänger, der deine Fans motiviert, etwas zu dem Thema zu sagen. Poste keine langweiligen Aussagen, sondern poste etwas Besonderes, das zum Nachdenken oder Mitreden anregt.

 

Idee #2: Geh Live

Wenn es zu dir passt und du einen entsprechenden Anlass dazu hast, geh Live und lass deine Fans an aktuellen Geschehnissen teilhaben. Mach das nur nicht inflationär und übertreib es nicht, nicht jeder mag Live-Videos auf Facebook sehen und es muss auch einen guten Anlass dafür geben. Überleg dir, was du darin mitteilen willst, das den Austausch unter deinen Fans fördert und Kommentare von ihnen provoziert. Du könntest zum Beispiel Live über deinen neuesten Blogposts sprechen, ein wichtiges Learning mitgeben, Fragen deiner Fans beantworten oder umgekehrt deinen Fans eine bedeutende Frage stellen. 

 

Idee #3: Bau deine eigene Facebook-Gruppe auf

Facebook bevorzugt Inhalte von Gruppen, weil hier meistens viel diskutiert wird. Ich könnte dir jetzt sagen, mach einfach deine eigene Gruppe auf, aber ganz so einfach ist es nicht. Es braucht ein Konzept für die Gruppe, Zeit und Liebe. So nebenbei wächst und gedeiht keine Gruppe. Außerdem wird wohl die Anzahl an Gruppen auch zunehmen, weil jetzt vermutlich mehrere Seitenbetreiber auf diese Idee kommen werden. Überleg dir also gut, welchen Zweck deine Gruppe haben soll. In deiner Gruppe musst du außerdem zum Community Manager werden, deine Mitglieder wollen schließlich betreut sein. Eine Gruppe macht – je nach Größe – mindestens so viel Arbeit wie eine Facebook-Seite, wenn nicht sogar mehr.

 

 

Nice to haves – aber bitte mit Verstand

 

Idee #4: Nimm deine Fans mit hinter die Kulissen

Wir alle schauen anderen gerne über die Schulter – wenn du Einblicke gewährst, etwa in dein Büro, deine Produktion oder Vorbereitungen auf ein Event, kannst du den Voyeurismus deiner Fans bedienen und baust eine persönliche Beziehung auf. Du kannst das als Bild-Post, als Video oder Live-Video oder auch als Facebook-Story gestalten. Fokussiere aber auf den Dialog: Beziehe deine Fans mit ein, stelle Fragen, rege eine Diskussion an.

 

Idee #5: Teile interessante Informationen – als Erste

Das können Branchennews sein oder erstklassige Artikel, die du gefunden hast und mit deinen Fans teilen möchtest. Dabei sollte es sich um Beiträge handeln, die bereits eine hohe Interaktion erfahren haben, quasi als Qualitätsmerkmal für beliebten Content. Idealerweise bist du dennoch eine der Ersten, die wichtige News für dein Themengebiet teilst, denn dadurch erhöht sich die Chance, dass auch bei dir kommentiert wird und nicht bei deinen Mitbewerbern. Aber Achtung: Überleg dir wirklich sehr genau, welche Inhalte du teilst und beobachte, wie diese Posts performen. 

 

Idee #6: Bring deine Fans zum Lachen

Facebook is for fun! Unterhalte deine Fans mit lustigen Videos, Memes und Tests, wenn das zu deiner Facebook-Strategie passt und sich auch bisher bewährt hat. Quellen für lustige Inhalte gibt es genug auf Facebook selbst. Noch besser ist es, dir etwas Eigenes auszudenken, das die Beziehung deiner Fans mit dir auf einer emotionalen Art verbessert. Und nein: Cat-Content ist damit nicht gemeint!

 

Idee #7: Erzähle etwas Persönliches

Meistens kommen gerade jene Posts gut an, in denen man ganz persönlich etwas von sich erzählt, solange das den Nerv der Fans trifft. Verwechsel aber persönlich nicht mit privat und werde nicht zum Oversharer prickelnder Details aus deinem Privatleben. Wenn es sich für dich gut anfühlt, kannst du außerdem hin und wieder ein nettes Foto von dir posten, das idealerweise eine emotionale Reaktion bei deinen Fans auslöst. Wenn du dich nicht damit wohlfühlst  zwing dich nicht dazu, denn auch das merkt man dir an.

 

Idee #8: Inspiriere deine Fans mit guten Zitaten

Gestalte Bilder mit deinen Lieblingszitaten, die zu deinem Business passen. Poste von Zeit zu Zeit diese Bilder. Wenn du deine Fans mit positiven Inhalten inspirieren kannst, fördert das ihr Engagement. Dennoch würde ich diese Strategie derzeit mit Vorsicht sehen: Haben deine Fans auch in der Vergangenheit gut auf solche Posts reagiert? Dann mach ruhig weiter damit.

 

Idee #9: Erstelle Veranstaltungen

Machst du einen Workshop, einen Sonderverkauf, einen Flohmarkt oder bist du als Speaker eingeladen worden? Dann kündige deinen Event direkt auf Facebook an, indem du eine eigene Veranstaltung erstellst.

 

Idee #10: Nutze die Umfragen-Funktion

Umfragen können die Interaktionen ebenfalls fördern, wenn du kluge Fragen stellst, die für deine Fans zu diesem Zeitpunkt gerade besonders relevant sind. Ich finde das wird viel zu selten auf Facebook genützt. Du hast derzeit nur die Möglichkeit, zwei Antwortsoptionen vorzugeben. Facebook bietet die Möglichkeit, lustige GIFs oder eigene Bilder als Antworten hochzuladen, nutze das. Die Laufzeit einer Umfrage sollte mindestens 3-7 Tage sein.

 

Idee #11: Bau dir einen Facebook-Messenger-Bot

Richtig, ich rate dir hier vorsichtig zu einem Bot. Messenger-Bots sollen der letzte Schrei auf Facebook sein. Sie bringen dir zwar keine neuen Fans, aber mit Hilfe von Bots kannst du deine Inhalte an deine Fans bringen, ohne dass diese deine Beiträge in ihrem Feed sehen müssen. Wenn du dich ein bisschen damit beschäftigst, kannst du dir auch selbst einen Bot einrichten – sogar ich hab das schon geschafft (via Manychat auf meiner Seite @prspionin). Ziel ist nicht, dass der Bot dann die gesamte Unterhaltung mit deinen Fans übernimmt, vielmehr kannst du dann persönlich in Gespräche einsteigen.

 

Verlass dich nicht auf Facebook allein

Der wichtigste Tipp: Schau, dass du auch andere Plattformen nutzt, etwa einen Blog, einen Newsletter oder andere Socials. Deine Facebook-Seite gehört dir nicht und ist quasi geborgtes Land. Wenn Facebook will, können sie morgen deine Seite ganz abdrehen und dann ist alles weg: deine Posts, deine Bilder und Videos, ja auch deine Fans und deine Gruppen, wenn du welche hattest. Betrachte Facebook besser als Teil deiner gesamten Kommunikationsstrategie und ich würde dir für 2018 sogar empfehlen: Betrachte Facebook als KLEINEN Teil deiner Kommunikationsstrategie. 

Wenn du unschlüssig bist, ob du überhaupt eine Facebook-Seite haben sollst, würde ich sagen es macht Sinn, wenn deine Seite bisher eine gute Reichweite erzielt hat (mehr als 20%). Dann hast du bisher was richtig gemacht.

Vor allem wenn du Unternehmerin bist, würde ich dir trotz der Änderungen zu Facebook raten – sofern deine Zielgruppen auch dort sind – aus einem Grund: Facebook ist quasi gelernt. Die meisten von uns schauen nach, ob ein Geschäft, ein Lokal, ein Coach oder was auch immer eine Facebook-Seite hat, wir erwarten uns das und suchen dort nach aktuelleren, persönlicheren Infos als auf der Website. Aber mach weniger, dafür aber besseren Content. Und verlass dich nicht nur auf Facebook! Versuch dir eine Gefolgschaft auf mehreren Plattformen aufzubauen.

Bist du ein Blogger oder Publisher und nutzt Facebook vor allem, um deinen Content zu verbreiten? Warte mal ab und beobachte. Es kann sein, dass sich Facebook für dich weniger lohnen wird. Setze besser auf Pinterest, Twitter oder andere Plattformen, die besser zu deinem Content passen. Betrachte Facebook eher als Ort, an dem du Beziehungen aufbauen kannst, aber nicht mehr als Traffic-Lieferant für deinen Blog.

 

Fazit

Was auch immer du von diesen Ideen umsetzt, stelle dich darauf ein, dass deine Reichweite geringer sein wird als zuletzt, auch wenn du alles richtig machst. Versuche wirklich, deinen Fans exzellente Inhalte anzubieten, die sie bewegen. Poste lieber seltener wirklich gute Inhalte, als zu oft belangloses Zeug. Und versuche zu analysieren und auszutesten, welcher Content künftig für dich passt.

Hinterlass mir gerne in den nächsten Wochen einmal einen Kommentar, welche Änderungen du bei der Reichweite deiner Seite siehst. Welche Strategie wirst du auf Facebook künftig fahren? 

 

Facebook 2018

 
 

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